Hovawarte sind, dank strenger Zuchtrichtlinien, äußerst gesunde Hunde. Ein HD-Röntgen im 18. Lebensmonat ist vom Klub der Österreichischen Hovawartfreunde zwingend vorgeschrieben.
Es versteht sich wohl von selbst, dass er, wie alle anderen Hunde auch, zweimal jährlich entwurmt wird und auch die Impftermine eingehalten werden. Eine regelmäßige Zahnsteinkontrolle sollte ebenfalls durchgeführt werden.
Beim Futter ist der Hovawart unproblematisch. Allerdings sollte man bei der Ernährung von Welpen und Junghunden (bis zum 1. Lebensjahr) einiges beachten.
Viele Tierärzte empfehlen heute noch die Zufütterung von Vitamin- bzw. Aufbaupräparaten (z.B. Welpisal) und Kalk. Das ist nur dann sinnvoll, wenn der Hund mit selbstzubereitetem Futter ernährt wird. Bei einem entsprechenden Fertigfutter für Welpen und Junghunde sollte auf die Beigabe von zusätzlichen Vitaminen und Aufbaustoffen sowie Kalk unbedingt verzichtet werden. Dadurch wird der Knochenaufbau zu rasch beschleunigt, Schäden, oft irreparabel, am Skelett und den Knorpeln sind die Folge. Das ist leider heute durch viele Beispiele belegt.
Also: Es soll hier keineswegs für die Hundefutterindustrie geworben werden, aber in der angebotenen Fertignahrung ist alles drin, was ein Welpe oder Junghund benötigt. Weitere Beigaben können nur Schaden anrichten.
Noch ein paar Worte zum Kaubedürfnis von Junghunden. Natürlich ist es nicht lustig, wenn Junghunde Schuhe, Sesselbeine usw. ankauen. Also gibt man ihnen zur Ablenkung gerne die allseits bekannten Büffelhautknochen bzw. ähnliches zum Kauen. Dagegen ist im Prinzip nichts einzuwenden - wenn es maximal 1 x pro Woche geschieht. Getrocknete (Büffel)Haut ist für Hundemägen unverdaulich und geht auf natürliche Weise wieder ab. Wird allerdings zuviel von den Kauknochen gegeben, so bildet die zerkaute Masse im Magen des Hundes eine steinharte Schicht über den Schleimhäuten. Der Hund beginnt gelblich zu erbrechen und zumeist ist eine Gastritis die Folge. Diese kann auch chronisch werden.
Also: Kauknochen ja, aber höchstens 1 x pro Woche.