Staupe
(Hartballenkrankheit, Febis catarrhalis infectiosa canum)
Bei der Staupe handelt es sich um eine hochansteckend verlaufende Viruserkrankung.
Beschreibung
Die Staupe wird von Hund zu Hund übertragen. Der Mensch kann mittelbar ebenfalls Überträger sein, erkrankt aber selbst nicht. Die Inkubationszeit beträgt zwischen 3 und 7 Tagen. Der ersten, 8-48 Stunden andauernden Fieberzacke von 39,5 - 41 °C, folgt nach einer fieberfreier Phase über 1 - 2 Tage, eine zweite, in Zeit und Höhe von der Schwere der Organerkrankung bestimmte, Fieberzacke.
Die Erkrankung beginnt mit dieser zweiphasigen Temperaturerhöhung, mit Augen- und Nasenausfluss sowie Nahrungsverweigerung. Das weitere Stadium kann sich unterschiedlich entwickeln, man unterscheidet dabei die Darmstaupe, der Hund leidet ständig an Durchfall und Erbrechen, der Lungenstaupe, wobei hier das Tier einen starken Husten (Bronchitis oder Lungenentzündung) und/oder Nasenausfluss zeigt. Bei der Nervenstaupe bekommen die Hunde Krämpfe als auch Lähmungen und werden teilweise bewusstlos. Staupeerkrankungen verlaufen oft tödlich (30 - 80 % der Krankheitsfälle) oder die Hunde behalten bleibende Schäden.
Die sogenannte Hartballenkrankheit zeichnet sich durch eine Hyperkeratose (Verhärtung der oberen Hautschicht) im Ballen- und Nasenspiegelbereich aus und kann bei allen Formen der Staupe auftreten.
Erreger
Das Staupevirus gehört zu der Familie Paramyxoviridae (Masern- und Rinderpestvirus) Es gehört zu den RNS-Viren. Größe ca.100-300 nm.
Resistenz gegenüber Trockenheit und Kälte.
Desinfektion: 3 % Natronlauge, 0,5 - 0,75 % Phenollösung
Sekundärinfektionen mit Bakterien wie Bordetellen, Streptokokken, Staphylokokken sowie Colibakterien sind häufig anzutreffen und verkomplizieren das Krankheitsbild.
Vorkommen und Ausbreitung
Diese Krankheit ist weltweit verbreitet!
Einreisebeschränkungen besonders in den östlichen europäischen Staaten.
Bekämpfung u. Behandlung
Behandlung unbedingt durch den Tierarzt notwendig!
Die Staupebehandlung ist sehr schwierig und wird je nach Erscheinungsbild behandelt.
Behandlung mit Antibiotika und/oder Staupeserum (nur in der Anfangsphase wirksam) steht neben der Behandlung der Symptome im Vordergrund.
Prophylaxe (Vorbeugung)
-Regelmäßige Impfung der Hunde mit aktuellen Impfstämmen
-Meidung von Großveranstaltungen
-Hygiene