Zwingerhusten
(kennel cough, infektiöse Tracheobronchitis, infektiöse Laryngotracheitis)
Der Zwingerhusten umfasst sehr unterschiedliche Krankheitsformen des Respirationstraktes. Zwingerhusten tritt oft in größeren Beständen auf. Die Krankheit wird durch eine Mischinfektion wechselnder Erregerkombinationen unter regelmäßiger Beteiligung von Viren ausgelöst. Die Ansteckung erfolgt über eine Tröpfcheninfektion und breitet sich schnell aus.
Beschreibung Das klinische Bild ist abhängig vom Alter, Immunstatus, Ernährungszustand, Haltung und Umweltbedingungen. Es ist nicht erregerspezifisch und wirkt sich sehr vielseitig aus. Die Inkubationszeit beträgt 2-6 Tage. Die Krankheit zeigt sich durch leichten Husten, der mit serösem Nasen -und Augenausfluss verbunden sein kann. Es kommt im Verlauf der Krankheit zu trockenen und krampfartigen Hustenanfällen, die sich bis zu schweren bronchopneumonischen (Entzündungen der Bronchien und Lungenbläschen) Erscheinungen entwickeln können. Mandelentzündungen sind meistens Begleiter des Zwingerhustens. Leichte Krankheitsformen dauern 7-14 Tage, schwerere Formen wie Bronchitiden können allerdings mehrere Wochen andauern. Es gibt jedoch gelegentliche, fast immer durch bakterielle Sekundärinfektionen bedingte, schwerere Verlaufsformen mit tödlichem Ausgang. Erreger Das Erregerspektrum ist in den verschiedenen Ländern nicht identisch. Zu den Viren gehören Parainfluenza-, Herpes-, Adeno-, Reo- und Influenzaviren, die die Krankheit beeinflussen. Bakterien wie Bordetellen, Streptokokken, Staphylokokken und Mykoplasmen, spielen beim Zwingerhusten ebenfalls eine wichtige Rolle. Vorkommen und Ausbreitung Diese Krankheit ist weltweit verbreitet! Bekämpfung u. Behandlung Aufgrund der nicht erregerspezifischen Symptome ist lediglich eine Verdachtsdiagnose möglich. Eine Therapie gegen die Virusinfektionen ist nicht bekannt. Gegen die bakteriellen Sekundärformen gerichtete Chemotherapie kann, insbesondere bei Anwendung langsam über die Schleimhaut resorbierter Antibiotika als Aerosolspray, schwerere Verlaufsformen verhindern und die Heilung fördern. Prophylaxe (Vorbeugung) Regelmäßige Impfung der Hunde mit aktuellen Impfstämmen. Die Hygiene spielt eine wichtige Rolle der Vorbeugung. Gute Haltungsbedingungen mit geringer Tierdichte. Die Meidung von Hundesportveranstaltungen, insbesondere bei Seuchenzügen.
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